Barenteich

Stellungnahme SPD Atter:

 

Sehr geehrter Herr Böhm

 

Wir haben Ihr Schreiben vom 16.03.2021 erhalten.

 

Leider wird daraus nicht klar mit welchem Motiv Sie sich der Bauruine annähern und welchen Bezug Sie zu dem Objekt haben.

Soweit wir wissen, hat das Grundstück einen anderen Eigentümer gefunden.

 

Das Energiekonzept lassen wir zunächst extern bewerten, es berücksichtigt allerdings nicht die graue Energie die noch notwendig ist das Objekt zu vervollständigen (bzw. schon in das Objekt eingeflossen ist) und um die Außenanlagen zu gestalten.

 

Wir als SPD haben aus guten Gründen einen Weiterbau mit verschiedenen Nutzungskonzepten, die immer wieder vorgelegt wurden, abgelehnt. Unsere Gründe sind im Bereich Naherholung und Mobilität zu verorten.

 

Nach 10 Jahren Stillstand auf der Baustelle, waren wir die Treiben Kraft eine Abrissverfügung durchzusetzen, die nun rechtskräftig vorliegt und weiter für die Bauruine gilt.

 

Sobald wir eine bessere Einschätzung haben, können wir gerne einmal eine Videokonferenz abhalten um ihre Motive und Ihr Vorhaben besser einschätzen zu können.

 

Wir werden uns in Kürze bei Ihnen melden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Panzer

SPD

Meine Antwort:

 

Sehr geehrter Herr Panzer

danke für Ihr freundliches Schreiben

 

Uns ist bewusst, dass Sie sich in der SPD den Ruf eines Verkehrsexperten erworben haben, um zu erkennen, dass für die Erstellung und den Abriss viel mehr graue Energie aufgewendet werden muss, als ein zu 50% fertigerstelltes Gebäude zu Ende zu bauen und das mit der Effizienz des Gebäudes und der Technik.

 

Wie Sie der Visualisierung entnehmen können, wird das Gebäude mit 15 Wohnungen ein Vorzeige Objekt und ein Schmuckstück für den Stadtteil Eversburg und Osnabrück.

Wir erstellen zur Zeit eine Verkehrszählung und wir gehen davon aus, dass der Ziel und Quellverkehr durch das Gebäude nicht deutlich zunehmen wird. Ebenso werden die Wallboxen die E- Mobilität in Ihrem Stadtteil fördern.

 

Wir wissen, dass Sie bei Ihren Wählern im Wort stehen, aber die Notwendigkeit von mehr Wohnungen ohne weitere Flächenversiegelungen und weiteren Minderungen der städtischen Co2 Emissionen ist sicherlich ein gemeinsames Ziel.

 

Gerne treffen wir uns mit Ihnen, um Ihnen das Projekt näher zu bringen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Frank Böhm

Der Artikel auf spd-atter.de

Quelle: https://spd-atter.de/?page_id=17

 

SPD Eversburg: „Konzept für Hotelruine wirft deutliche Zweifel auf, Abriss bleibt beste Option für den Naherholungswert!“

 

Motiv und Eigentumsverhältnis zu der Bauruine Barenteich 1 am Rubbenbruchsee bleiben, trotz Kontaktaufnahme mit dem Ideengeber für das kürzlich über die Medien vorgestellte Wohnkonzepte, unklar. „Für uns ist nicht geklärt in welcher Beziehung der Immobilienmakler zu dem Objekt steht, dass Konzept hingegen wirft deutliche Zweifel auf, ob sich der Investor mit den Gegebenheiten und der jahrelangen Diskussion um den Barenteich ausreichend beschäftigt hat!“ so Heiko Panzer Eversburger Ratsmitglied für den SPD-Ortsverein.

 

„Wir können uns eine Fertigstellung der Ruine mit einer 2 Meter hohen Mauer rund um das Areal und einem versiegelten Parkplatz für bis zu 20 PKW inmitten des Naherholungsgebiet Rubbenbruchsee weiter nicht vorstellen!“ so Heiko Panzer weiter.

 

Die sehr sympathische Konzept-Idee eines Energieautarken Gebäudes, ließe sich sicher an jeder anderen Stelle zum Beispiel im Gebiet Eversheide, genauso realisieren, sind sich die Sozialdemokraten sicher.

 

Bild Quelle öffentliche Homepage des Projektbetreibers

 

Die Zufahrt zum dem Wohnkonzept soll laut Skizze vom schon heute bei guter Witterung maximal überlasteten Weg zum Café erfolgen, hier sollen überdachte Parkflächen entstehen und freizugängliche E-Ladesäulen, die weitere Parkgäste anziehen würden. „Diese Planung wiederspricht im höchsten Maße dem Verkehrskonzept Rubenbruchsee und ist allein gesehen schon als Ausschlusskriterium geeignet.“ erklärt Panzer für die SPD.

 

„Wir haben uns vor Jahren bewusst gegen zusätzliche Parkflächen in Seenähe ausgesprochen und die Planung für den öffentlichen Parkplatz Richtung Bundesstraße verschoben, hier sollen dann auch Lademöglichkeiten für E-Mobilität und eine komfortable Umsteigemöglichkeiten auf den Umweltverbund geboten werden. Die Pläne für den Ausgleichsparkplatz werden voraussichtlich im Sommer umsetzungsfähig werden.“ so der Stadtteilsprecher weiter.

 

„Was die Bauruine angeht werden wir über den nächsten Stadtentwicklungsausschuss versuchen zu klären wer nun der Eigentümer der Ruine ist und wann die rechtsgültige Abrissverfügung zugestellt und vollzogen werden kann!

 

Die SPD Eversburg ist überzeugt davon, dass in der Widmung für Natur und Naherholung das Gelände der Ruine die besten Zukunftsaussichten hat. Die Anwohner warten nun schon sehr lange auf das Ende der Geschichte des seinerzeit abgebrannten Kaffeehauses!“  nimmt Heiko Panzer weiter Stellung.

 

Die Lücken im vorgelegten Energiekonzept ergeben sich aus Sicht der SPD daraus, dass die graue Energie die zur Fertigstellung des Gebäudes und der befestigten Anlagen wie Parkflächen, Mauern und Wege und im Sinne der Nachhaltigkeit auch deren getrennte Entsorgung nach dem Gebäudezyklus bei dem Energieertrag mit 37% nicht berücksichtigt werden. „Wer ein Projekt nachhaltig Bennent muss auch die gesamten Lebenszyklen eines Gebäudes, nachhaltige Baustoffe und den Energieverbrauch berücksichtigen, sonst geht die Rechnung nicht auf!“ begründet Heiko Panzer abschließend die negative Einschätzung des Konzeptes.

Zur Presseerklärung (09.April 2021)

von Herrn Heiko Panzer (SPD) nehmen wir folgt Stellung:

 

Trotz unserer Kontaktaufnahme im Dezember 2020, in der wir uns als Investor und neuer Eigentümer zu erkennen gegeben haben, erklärt Herr Panzer heute unverständlicher Weise, das dass Motiv und die Eigentumsverhältnisse „unklar“ seien. Wir hoffen, das dieses Missverständnis inzwischen beigelegt ist.

 

Bereits vor 6 Jahren hat das Projekt unser Interesse geweckt und wir sind nach extensiver Umfeld Recherche im Sommer 2020 in die tiefere Planung eingestiegen. Nach intensiven Bemühungen mit Experten und unseren Projektentwicklern haben wir jetzt ein fast klimaneutrales Konzept mit hoher Nachhaltigkeit für 15 Wohnungen erstellt.

 

Gemäß der jetzigen Anregung des Ratsmitgliedes Heiko Panzer haben wir sofort mit einer Umplanung begonnen und fast alle Bedenken ausräumen können: Die Einfriedung wurde entfernt, die Stellplätze auf 12 reduziert, die Stellflächen mit Rasengittersteinen versehen und die Zufahrt von der befestigten Straße Barenteich geändert. Da bereits jetzt auf dem Areal wild geparkt wird, rechnen wir mit keiner Mehrbelastung, sondern eher mit einer Reduktion. Da dass Objekt von Baugebieten umgeben ist, liegt eine nachhaltige Verkehrsführung im Interesse aller Beteiligten.

 

Zur Abrissverfügung erklären wir: Da die Stadt seit 2019 die rechtskräftige Abrissverfügung nicht vollstreckt hat, halten Rechtsexperten eine Unwirksamkeit für möglich, zumal die Politik ja selbst überlegt hat, das Objekt zu erwerben und in die eigene Wohnungsbaugesellschaft zu überführen.

 

Wir weisen daraufhin, das es sich nicht um das damals genehmigte 74 Zimmer Hotel handelt, sondern eine Umplanung in 15 Wohnungen, die für das Umfeld deutlich weniger Verkehr darstellen.

 

Die von Herrn Panzer bemängelte „graue Energie“, die zur Fertigstellung des Gebäudes noch aufgewendet werden muss, steht in keiner Relation zum erheblich höheren Aufwand für Abriss und Entsiegelung oder der Herstellung eines gleichwertigen Objektes an anderer Stelle. Das Objekt wird nach dem höchsten deutschen Standard 40 + umgesetzt und bedeutet eine erheblich Co 2 Reduktion für das Stadtgebiet. Um es auf den Punkt zu bringen: Die Fertigstellung erfordert erheblich weniger Energie als der Abriss.

 

Wir sind ebenso seit 5 Wochen mit der Bundesumweltstiftung in Kontakt und haben diese gebeten, unser Gutachten zu prüfen.

 

Wir sind zusammen mit vielen anderen Osnabrückern von dem Nutzen des Projektes für unsere Stadt überzeugt und natürlich auch zu weiteren vernünftigen Zugeständnissen bereit.

 

Frank Böhm

Meine Bitte: Barenteich 1 nicht für den Kommunalwahlkampf missbrauchen!

 

Fast scheint es, als würde der Neustart am Barenteich ein verfrühtes Opfer des Kommunalwahlkampfes – immer wieder erhalte ich Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern mit dem Inhalt, man habe sie aufgefordert, sich gegen das Projekt auszusprechen und das der Stimmenzähler auf unserer Website www.barenteich1.de manipuliert sei. Ebenso wurden viele unschöne Unwahrheiten gestreut, gegen die wir uns entschieden verwehren müssen. Wir sind inzwischen auf Herrn Heiko Panzer (SPD) zugegangen und haben vier von seinen fünf kritisierten Punkten sofort um geplant und geändert. Den fünften Punkt ( die sogenannte „graue Energie“) können wir nicht zu 100 % berücksichtigen, weil es Seitens der Forschung und Industrie noch keine Alternativen für Zement, Beton usw. gibt. Unser Projekt entspricht bereits dem höchsten deutschen Standard Kfw 40+, es gibt nur ganz wenige Mehrfamilienhäuser in Deutschland, die diesen Standard erfüllen.

 

Herr Panzer hat vor mehr als 4 Wochen in einer Stellungnahme mitgeteilt, das er unser Gutachten extern überprüfen lassen will. Bis heute hat er davon nichts mehr erwähnt, somit gehen wir davon aus, das eine externe Prüfung unser Gutachten bestätigt hat. Wir haben inzwischen in dieser Sache auch die Bundesumweltstiftung eingeschaltet. Um eine vollkommende Sicherheit über unser Projekt zu bekommen, werden wir sämtliche Unterlagen, wie Zeitungsartikel, Veröffentlichungen und politische Stellungnahmen der Osnabrücker Parteien, sowie unser Projekt mit sämtlichen Zeichnungen und Gutachten, an das Bundesministerium des Innern, für Bau – und Heimat in Berlin überreichen.

 

Man hat den Eindruck, dass immer wieder neue Behauptungen dagegen erfunden werden, um mit aller Macht und allen Mitteln die Fertigstellung des innovativen Projektes zu verhindern, nachdem einem die Argumente dagegen ausgegangen sind. Das ist schade und als Wahlkampfthema eignen sich bestimmt andere Themen viel besser. Wir hoffen, das zukünftig wieder sachlich argumentiert werden wird und stellen uns gerne allen Fragen.

 

Ihr
Frank Böhm

 

Ein interessanter Hinweis Pressemitteilung der Bundesregierung vom 04.11.2020 Bundesregierung beschließt Baulandmobilisierungsgesetz kurze inhaltliche Zusammenfassung: Zu den wesentlichen Regelungsinhalten zählen unter anderem: Erweiterung der Befreiungsmöglichkeiten und Erleichterungen für das Bauen im Innen- und Außenbereich
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/11/baulandmobilisierungsgesetz-beschlossen.html